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Ein Jahr voll wilder Genüsse

Welche Wildpflanzen wir wann sammeln

Im letzten Jahr hatten wir so viele und so viele verschiedene Wildpflanzen in unserem Essen wie noch nie zuvor. Und zum ersten Mal waren auch selbst gesammelte Pilze mit dabei. Nachdem meine vollen Sammelkörbe auf Instagram immer wieder viel Interesse und Begeisterung wecken, dachte ich, ich lasse mal genauer in meinen Korb schauen und zeige, was 2017 so alles seinen Weg in unsere Mägen gefunden hat...

März

So richtig los ging es bei uns 2017 mit dem Sammeln im März. Zwar spitzelten auch schon davor einzelne essbare Pflanzen aus dem Boden, aber ab dann konnte man problemlos mit vollen oder gar übervollen Schüsseln und Körben wieder heim kehren.

In der Schüssel: Taubnessel, Löwenzahn, Giersch - daraus wurde ein üppiger Salat.

Auf dem Tuch: Löwenzahn, Sauerampfer, Giersch, Bärlauch, Brennnessel, Taubnessel (von links unten im Uhrzeigersinn bis zur Mitte) - die wurden, jedenfalls teils, für den Vorrat getrocknet.


April

Im April hatten wir für einige Tage Besuch vom Cousinchen, mit deren Hilfe wir gleich einen ganzen großen Korb voll wilder Pflanzen sammeln konnten. Die haben wir im Anschluss sortiert und in Sträußen zum Trocknen aufgehangen und können jetzt im Winter von diesen Vorräten zehren.

Im Korb: Labkraut, Löwenzahn, Beinwell und so einiges anderes, was sich nicht mehr erkennen lässt - das meiste davon wurde getrocknet.


Mai

Im Mai waren wir für zwei Tage auf Besuch in der alten Heimat und haben in unserem Camper im Wald übernachtet. Kurz davor habe ich noch am Hof für Freunde Kräuter für einen Wildkräuterstrauß gesammelt. Den habe ich anschließend gebunden und im Auto zum Trocknen aufgehängt. 

Im Korb: Labkraut, Kriechender Günsel, Frauenmantel, Gundermann, Klee, Schafgarbe. 


Juni

Juni ist die Zeit der Holunderblüten. Hier am Hof gibt es sie im Übermaß und wenn man in der Gegend wandert oder das Glottertal entlang fährt, sieht man die großen Sträucher überall. Ich mag Holunderblüten besonders gerne als Aroma im Wasser, als Sirup und als Tee. 

Im Korb: Holunderblüten.

Im Korb: Brennnesseln, Gundermann.


Juli

Besonders lecker ist im Juli der Weiße Gänsefuß (im Korb rechts oben). Manche anderen, nicht alle, Kräuter sind im Sommer deutlich zäher als im Frühjahr, das macht aber nichts, wenn man sie entsprechend zubereitet und zum Beispiel einfach im Salat klein(er) schneidet.


Im Korb: Giersch, Borretschblüten, Weißer Gänsefuß / Ackermelde.


August

Im August haben uns der würzige Bärwurz und die süßen Himbeeren hinauf zum Kandel gelockt. Bärwurz gehört zu den aromatischsten Wildpflanzen. Man findet ihn oft in großen Mengen in höheren Lagen und auf kargen Hochebenen. 

Außerdem gab es Holunderbeeren zu ernten sowie alles mögliche an grünen Kräutern.

Im Korb: Bärwurz und Himbeeren vom Kandel.

Im Korb: Holunderbeeren - wurden mit etwas Honig zu Holunderbeersaft gekocht.

Im Korb: Beinwell, Giersch, Weißer Gänsefuß - wurden zu "Spinat".


September

Auch im September hatten wir wieder jungen Besuch da, der uns beim Sammeln geholfen hat. Aus Äpfeln und Holunderbeeren wurde Kompott. Pfefferminze wächst bei uns an vielen Stellen im Garten - teils von uns mitgebracht, teils schon vor uns da gewesen.

Im Korb: Äpfel, Holunderbeeren - daraus wurde Kompott -, Borretschblüten, Giersch, Pfefferminze.


Oktober

Der Oktober war für uns ein GANZ besonderer Monat, denn wir konnten unsere allerersten wilden Pilze bestimmen, sammeln und essen. Hier in der Gegend sieht man die riesigen Parasole schon aus der Ferne - ein paar davon haben wir ganz am Ende ihrer Saison noch erwischen können. Außerdem fand das erste Wald- & Wiesenküche Austauschtreffen statt, bei dem ein besonders vielfältiger Korb voll Pilze und Kräuter zusammen kam. 

Im Korb: Parasole - aus denen wurde eine würzige Pilzrahmsauce zu Semmelknödeln.

Im Korb: Huflattich, diverse Kräuter, Parasol, flockenstieliger Hexenröhrling, Maronenröhrling (gemeinsam gesammelt beim Wald- & Wiesenküche Austauschtreffen).

Im Korb: Löwenzahn, Giersch,  Borretschblüten, Sauerampfer, Brennnessel sowie einiges Angebautes aus dem Garten.


November

Im November war schon deutlich zu spüren, wie sich die wilden Pflanzen langsam aber sicher immer mehr zurück ziehen, um sich fürs Überwintern bereit zu machen. Trotzdem findet man um diese Zeit noch knackige Triebe. Der Inhalt des Korbs rechts stammt vom zweiten Wald- & Wiesenküche Austauschtreffen, bei dem wir das Gefundene nachher in einer Suppe vom Feuer und in Kräuterquark landete.

Im Korb: Sauerklee, Gundermann, Brennnessel.


Dezember

Im Dezember lag bei uns am Hof teilweise bis zu 30, 40 Zentimeter hoch Schnee. Nur wenn der zwischendurch mal wieder abgeschmolzen war, haben wir auch gesammelt - insbesondere Schafgarbe und wilder Thymian. Der Korb rechts mit ein paar Winterfundstücken stammt aus einem Wald meiner alten Heimat. Die Brombeerblätter wurden zu Tee. Die Fichtenzweige dienten teils als Dekoration für Weihnachtsgeschenke, teils landeten die Nadeln kleingeschnitten in unserem Silvesteressen und der letzte Rest kam dann in den Neujahrspunsch.

Im Korb: Brombeerblätter, Fichtenzweige.


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