Etiketten mit Stärke-Kleber

Selbstgemachter Klebstoff ohne Lösungsmittel

Um Eingemachtes und Getrocknetes in Gläsern zu beschriften, haben wir mit einem Kleber auf Stärke-Basis experimentiert.

Einen guten Kleber, um z.B. einfaches Papier als Etikett auf Gläser und Flaschen zu kleben, erhält man, in dem man einen Stärkebrei, ähnlich wie Pudding, herstellt.

Herstellung

Dazu kochen wir Stärke, z.B. Kartoffelstärke mit Wasser, um die Stärke abzubinden. Es entsteht eine geelartige Masse.  Die Konsistenz kann durch die Stärke-Menge und die Kochdauer beeinflusst werden.

Dieser Glibber hält sich aber nicht lange. Um die Haltbarkeit des Klebers zu erhöhen, haben wir ein wenig Essig-Essenz hinzugegeben. Das ganze riecht dann erstaunlich überzeugend nach Kleber...

Benutzung und Erfahrungen

Der Kleber funktioniert besonders gut, wenn das Papier des Etikettes wie beim Tapezieren ein wenig mit dem Kleber getränkt ist. Dann sollte man allerdings auf eine wasserfeste Beschriftung achten. Ein großer Vorteil des Klebers ist, dass man die so geklebten Etiketten super leicht wieder entfernen kann - man kann sie sogar wiederverwenden, indem man sie vorsichtig mit etwas Wasser bedeckt, das Etikett ablöst und auf ein anderes Glas klebt. Im Gefrierschrank haben wir den Kleber noch nicht getestet. 

Bisher können wir eine Haltbarkeit von über 3 Wochen (ungekühlt) bestätigen. Eine noch längere Haltbarkeit sollte erreicht werden, wenn man den Kleber in kleinen Mengen wie beim Einkochen heiß in kleine Schraubgläser füllt.

19.10.2018
Stefan