Mein wilder Monat in Cornwall

Vier Wochen als Volunteer an einer wilden Kochschule

Das Ziel der Reise

Manchmal muss ich einfach für eine Weile raus aus dem Gewohnten. Eine neue Perspektive einnehmen, die Komfortzone verlassen. Schon vor zweieinhalb Jahren war ich für zwei Monate allein auf einem Selbstversorgerhof in Frankreich - und wäre ich damals nicht dort gewesen, wäre ich wohl heute (noch) nicht, wo ich jetzt bin.

Und dann ist da noch das Fernweh. So gerne ich zuhause in den Bergen bin, so sehr ruft mich manchmal auch die Ferne. Sich mal ganz anders fühlen. Am Morgen mit fremden Gerüchen und Geräuschen aufwachen. Ganz anderen Kaffee oder Tee trinken und ganz anderes Essen essen.

Und überhaupt... es war Zeit für eine Reise!

Irgendwohin, wo ich noch nie war und wo ich mehr über die wilde Küche lernen konnte.

Und wie findet man so einen OrtIn meinem Fall war die Antwort ganz einfach: ich googelte "wild food volunteering" - und fand: die Fat Hen - Wild Cookery School, ganz im süd-westlichsten Zipfel Englands, in Cornwall.


Die Kochschule

Die Kochschule besteht im Wesentlichen aus Caroline - der Leiterin -, je nach Kurs wechselnden Köchen sowie immer neuen Volunteers und manchmal Helfern aus der Gegend. Immer wieder kooperiert Caroline auch mit anderen für spezielle Workshops.

Caroline ist Botanikerin und vor allem für das Sammeln und Identifizieren zuständig. Vor 10 Jahren gründete sie Fat Hen, um ihr Wissen über die wilde Natur und ihre Leidenschaft fürs Kochen zusammen zu bringen.

Die Köche haben ganz unterschiedliche Hintergründe und Biografien. Die zwei, die ich in meiner Zeit dort kennen lernen durfte, hatten beide einige Zeit vorher selbst ein Restaurant gehabt - ein schwieriges Unterfangen in Cornwall, einer wirtschaftlich enorm schwachen Gegend, die zwar im Sommer viele Touristen, aber leider das ganze Jahr über extrem viele arme und wohnungslose Menschen hat, was insgesamt genommen sehr unstete Besucherzahlen für Restaurants (und alles andere) bedeutet.


Die ersten Tage - Schneechaos und Ausnahmezustand

Nach zwei Tagen, einer Übernachtung in London und insgesamt gut 20 Stunden Reise durch Deutschland, Belgien, Frankreich und England - davon die Hälfte mit dem Zug und die andere Hälfte mit dem Überlandbus - kam ich Ende Februar im chaotischen Cornwall an.

Innerhalb weniger Stunden waren ein paar Zentimeter Schnee gefallen. Was bei uns im Hochschwarzwald nur Achselzucken auslösen würde, brachte hier das öffentliche Leben zum Stillstand: Schulen und Läden wurden geschlossen, Menschen ließen ihre Autos am Straßenrand zurück (ein Anblick wie man ihn sich bei Weltuntergang oder Zombieapokalypse vorstellen würde), man blieb daheim oder ging raus, um auf Bodyboards über den Schnee zu schlittern. Schnee ist in Cornwall extrem selten - den letzten gab es vor 7 Jahren. 

Wie auch immer: ich war da. Und das im Ausnahmezustand, was zum Ankommen durchaus angenehm war: ein verlängertes Wochenende, erst mal kennen lernen, mich temperaturmäßig umgewöhnen und amüsiert dabei zuschauen, wie man hier mit den drei bis sieben Zentimetern Schnee und den (für mich milden, für die anderen schlotterkalten) -2 °C zurecht kam.  


Der Alltag

Meine Unterkunft

Als Fat Hen Volunteer leistet man Mitarbeit gegen Kost und Logis. Und so wohnte ich den Monat über in einer kleinen Hütte auf dem Gelände, zwischen Wohnhaus der Familie und Kochschule.

Die Hütte war simpel mit einem Bett, Sofa und kleinen Schränkchen eingerichtet und wurde mit einem kleinen elektrischen Heizkörper beheizt. Ein schöner Ort zum Wohnen, insbesondere wegen seiner Einfachheit, dem Blick über Wiesen in die Ferne - und dem herrlichen Sonnenaufgang, den ich vom Bett aus beobachten konnte.

Und es dauerte auch nur wenige Tage bis Molly, Hündin des Hauses, immer wieder vor meiner Tür auftauchte, um mich zum Spazieren gehen abzuholen... 

                 


Meine Aufgaben

Zu meinen Aufgaben in der Kochschule gehörten im Wesentlichen drei Dinge:

  • Die Mithilfe bei Kursen (Abwasch, Putzen, Sammeln und Vorbereiten von Wildem)
  • und im Haushalt (Abwasch, Aufräumen, Staubsaugen und Wischen) sowie
  • das Sammeln und Haltbarmachen von Wildem.

Meine Lieblingsbeschäftigung - und der ging ich auch in meiner freien Zeit viel nach - war natürlich das Sammeln und Haltbarmachen. Neben Ideen und Rezepten von Caroline setzte ich auch viele eigene Ideen um. Und so füllten sich die Regale der Kochschule nach und nach mit immer mehr von mir gefüllten Gläsern: Pferdeeppich Chutney (links), Sauerkraut und Kimchi aus Bärlauch und wildem Kohl und sauer in Öl eingelegte Meeresspaghetti (mittig) sowie diverses Eingelegtes (rechtes Bild, mittleres Regalbrett).

                  


Was ich in den vier Wochen gemacht und gelernt habe

Fat Hen nimmt schon seit vielen Jahren Volunteers auf. Darunter sind ganz unterschiedliche Menschen mit ebenso unterschiedlichen Ambitionen. Manche wollen einfach nur Urlaub im wunderschönen Cornwall machen. Andere sind Köche, die sich für wilde Gerichte interessieren. Die Aufgaben orientieren sich zum einen an Vorkenntnissen und Vorlieben und dann natürlich zum anderen an dem, was einfach grade ansteht...


Neue Pflanzen und Algen

Die Vegetation in Cornwall ist eine völlig andere als hier bei uns im Schwarzwald. Man spürt den Einfluss des nahen Meeres sehr deutlich - vor allem wenn man bedenkt, dass nur wenige Fahrtstunden weiter im Inland es praktisch so aussieht wie bei uns in den Bergen. Und das hier durfte ich kennenlernen...

  • Pferdeeppich (Alexanders) - eine geschmacklich einzigartige und außerdem sehr ergiebige Pflanze.
  • Glöckchenlauch (Threecornered leek) - weit verbreitet und früh dran im Jahr; nicht ganz so intensiv wie Bärlauch.
  • Venusnabel (Navelwort) - sehr verbreitet; lugt oft aus den allgegenwärtigen Mäuerchen.
  • Scharlachroter Kelchbecherling (Scarlet elf cups) - zwar geschmacklich etwas langweilig, aber SO schön.
  • Knorpeltang (Carragheen) - eignet sich gebleicht zum Andicken, etwa von Pudding.
  • Wilder Lauch (Wild leek) - sieht aus wie kultivierter Lauch, wächst aber am Straßenrand.
  • Meeresspaghetti / Riementang (Sea spagetthi) - wohl mein Favorit unter den Algen - einfach lecker, mit angenehmer Textur.
  • Wilder Kohl (Wild cabbage)
  • Stechginster (Gorse) - weit verbreitet; die Blüten duften herrlich nach Kokos.
  • Osmundea pinnatifida (Pepper dulse) - eine echte Explosion an Umami!
  • Wilder Feldsalat
  • Behaartes Schaumkraut
  • Sanddorn - wenn man nicht am Meer wohnt, schon ein kleines Highlight.

und andere, insbesondere diverse Algen.

                                    


Was ich hergestellt habe

Mir war wichtig, während meiner Zeit möglichst unterschiedliche Dinge herzustellen. Dazu kommt, dass ich ein menschgewordenes Eichhörnchen bin und gerne Vorräte anlege - dabei kamen folgende Leckereien heraus...

  • getrocknete und kandierte Stechginsterblüten
  • Bärlauch-Sauerkraut
  • Sauerkraut aus Wildem Kohl und Bärlauch
  • Kimchi aus Wildem Kohl und Bärlauch
  • getrocknete Brennnesseln
  • kandierter Pferdeeppich
  • Pferdeeppich-Chutney
  • diverse getrocknete Algen
  • Pferdeeppich in Zimt-Ingwer-Sirup
  • Brennnessel-Chips
  • geröstetes Bärlauchbrot / Glöckchenlauchbrot
  • in Essig sowie sauer in Öl eingelegte Knospen des Glöckchenlauchs
  • sauer in Öl eingelegter Scharlachroter Kelchbecherling
  • sauer in Öl eingelegter Riementang
  • Bärlauchsalz
  • Algensalz

                  

Was bei den Kursen gekocht / gegessen wurde

Auch wenn ich den Workshop-Part, bei dem Caroline mit den Teilnehmern wilde Zutaten sammelt, nicht beurteilen kann, da ich selber in der Zeit in der Kochschule mit Vorbereitungen beschäftigt war, ist eins ganz klar: ein Kurs lohnt sich allein schon wegen dem herrlichen Essen

Die Erfahrung und Sorgfalt, mit der hier gekocht wird, ist etwas ganz Besonderes. Das liegt nicht nur an den ungewöhnlichen Zutaten sondern ganz klar auch daran, dass sich die Köche hier deutlich mehr Zeit nehmen können als in einer üblichen Restaurantküche.

Einige der Gerichte und Snacks, die bei Kursen angeboten wurden:

  • Ravioli mit Wildhasen-Füllung
  • mit Algen angedicktes Pannacotta
  • die besten Muscheln, die ich je gegessen habe
  • eine Schnaps-Zwiebel-Sauce, die unvergessen bleibt
  • herrlich saftiger Sanddorn-Sirup-Kuchen
  • Algen-Cracker
  • Algen-Foccacia
  • Wildkräuter-Pesto
  • sauer eingelegte wilde Äpfel
  • Holunder-Limo

und noch einige weitere Kleinigkeiten.


                


Und sonst so?

Mein wichtigstes Kleidungsstück im März war genau das, was ich BEINAHE zuhause gelassen hätte: meine Gummistiefel. Wer hätte geahnt, dass es hier ganz normal ist, dass das Wasser auf Wegen manchmal 30 Zentimeter hoch steht? Und wenn es schon kein stehendes Wasser gab, dann doch Schlamm, durch den man grade so noch durchwaten konnte, ohne stecken zu bleiben...

Zu meinen schönsten Erinnerungen gehören die Spaziergänge mit Hund Molly zum nahegelegenen Steinkreis Boscawen-un, einem beeindruckenden Ort.

         


 Und überhaupt ist Cornwall eine herrliche und faszinierende Gegend: der Küstenpfad mit seinen rauen Felsen, der in jedem Abschnitt einen völlig anderen Charakter hat; die vielen kultischen Stätten, insbesondere Steinkreise und Quellen, die von Neuheiden rege genutzt werden; die Menschen mit ihrer enormen Freundlichkeit und Gesprächigkeit; das Essen und die lokalen Märkte...

           

Zwischendurch ergab es sich dann auch noch, dass ich zwei Nächte in Totnes - einer Hochburg für Alternative, die ich schon lange mal besuchen wollte - verbringen konnte und dort sogar die Zustimmung bekam auch außerhalb der Führungen durch den beeindruckenden Waldgarten von Martin Crawford zu streifen, wo ich zum ersten Mal in meinem Leben einem wilden Fasan begegnete... Hier wachsen viele Pflanzen, die ich auch von Zuhause kenne.

Und zum zweiten Mal während meiner Reise schneite es.

          

Und nicht zu vergessen: Erinnerungen an Fish & Chips und Ausflüge zu schroffen Felsen und halb-wilden Pferden mit der Familie, Kartenspiele, Gespräche über Schiffe und Hasen, Survival-Serien anschauen und Musik machen mit den Kindern. 

     


Zeit, wieder heim zu gehen

Und es hätte noch so viel mehr zu erleben und zu sehen gegeben. Und doch war nach vier Wochen ganz klar: es ist Zeit, wieder nach hause zu fahren. 10 Stunden mit dem Fernbus. Drei Tage in London mit Verwandten. 10 Stunden mit dem Zug.

Die Berge. Die Kater. Als wäre ich nie weg gewesen.

Und gleichzeitig als wäre alles ganz anders. Denn was sich in vier Wochen im Innern eines Menschen alles ändern kann, das kann gar nie alles in Worte gefasst und ins Internet geschrieben werden....


Zurück zuhause - und ein Fazit

Mittlerweile bin ich längst wieder zuhause und in meinem eigenen Rhythmus angekommen. Darauf, meine Zeit frei einteilen zu können und überhaupt auf die Freiheit, das was ich tue, so zu gestalten, wie ich es selber für richtig halte, hatte ich mich besonders wieder gefreut. Ein Monat im Alltag anderer Menschen verhilft einem sturen Freigeist wie mir durchaus zu einer großen Prise mehr Wertschätzung für die Freiheit, die ich sonst habe. ;-)

Ganz unweigerlich stellt sich am Ende einer solchen Reise die Frage: hat es sich gelohnt? Hat es das gebracht, was ich mir erwünscht hatte? Die Antwort ist jedoch kein einfaches ja oder nein. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall - aber nur zum Teil aus den Gründen, die ich erhofft und erwartet hatte, dafür aber zum anderen Teil auch auf völlig andere Art und Weise.


Was ich mir anders gewünscht hätte

Ich. Liebe. Lernen
Und so ist das dann wohl auch die eine große Sache, die ich mir anders gewünscht hätte: mehr Input. Zwar hat sich Caroline immer wieder auch extra Zeit dafür genommen, mir Dinge zu zeigen, ist Umwege gefahren, zum Beispiel für wilden Lauch, aber zwischen Business und Familienalltag ist das schlicht eine große Herausforderung. Und da ich selber niemand bin, der sich gerne aufdrängt oder besonders fordernd ist, ging das einfach etwas unter. 

Auch einen Beitrag daran hatte definitiv das Wetter. Denn wäre es nicht ausgerechnet bei meinem Besuch kalt und verschneit gewesen, wären zum einen weniger Kurse ausgefallen und zum anderen wären einige weitere, mir noch nicht bekannte Pflanzen dann schon zu sammeln gewesen. Dazu kommt - was mir vorher überhaupt gar nicht bewusst war - dass Pilze, über die mehr zu lernen ich mir doch sehr erhofft hatte, in Cornwall nur eine kleine Rolle spielen, weil es nun mal kaum Wälder gibt... Oder wie es im Reiseführer hieß: es gibt nicht einmal genügend Bäume für ausreichend Särge...

Neben neuen Wildpflanzen und Pilzen hatte mich auch das Zubereiten wilder Tiere interessiert. Da ich in den Kursen jedoch so mit der Arbeit drumrum (spülen, aufräumen etc.) beschäftigt war, konnte ich das nur aus der Ferne beobachten. Es gab zwar zwischendurch verschiedene Pläne, außerhalb der Kurse mit Tieren zu arbeiten (Hasenhaut gerben, Fasane rupfen) - doch dafür fehlte am Ende die Zeit. Toll wiederum war dafür, was in den Händen der Profiköche aus den Tieren und Pflanzen wurde. Ich würde behaupten, dass es bei Fat Hen die allerbesten Saucen gab, die ich je probiert habe. Frische, mit geräuchertem Hasen gefüllte Pasta, würzige Muscheln,... hach!

Von mir selber hätte ich mir gewünscht, noch etwas achtsamer und entspannter mit mir selbst umzugehen. Ich habe immer große Ansprüche an mich, wenn mir etwas wichtig ist, und auch das kann dem Lernen im Weg stehen - wenn man nämlich immer das Gefühl hat, ständig zeigen zu müssen, was man schon alles weiß und kann und dass man doch alles irgendwie im Griff hat und es jedem recht machen will... Als introvertierter Mensch sind soziale Pausen wichtig, aber manchmal fällt es schwer, sich diese bewusst zu nehmen, vor allem wenn man es im Moment nicht direkt bemerkt, dass sie nötig sind. 

Erkenntnisse und Zukunftspläne

Es tut gut, ab und zu ganz allein in einer völlig fremden Umgebung zu sein. Niemand kennt einen. Es ist keiner da, der eine Verbindung zur Vergangenheit herstellt. Alles ist neu. Und das ist der perfekte Nährboden dafür, mal ordentlich in sich selbst reinzuhorchen, zu überlegen: wer bin ich eigentlich, wenn ich ganz allein für mich bin? Ohne Vergangenheit, ohne Menschen, die schon ein (altes) Bild von mir haben, ohne meinen gewohnten Alltag. Für mich war das einer der elementaren Gründe für die Reise.

Für einen introvertierten Menschen wie mich ist es kein leichtes Unterfangen in der Fremde klar zu kommen - und doch wird es mit Übung einfacher und auch dafür lohnt es sich, immer wieder die Komfortzone zu verlassen.

Introvertiert zu sein bedeutet unter anderem, dass fremde Situationen beängstigend sein können (vor allem dann, wenn der eigene Platz nicht geklärt ist), dass das Zusammensein mit anderen Menschen - auch wenn es bereichernd ist - viel Kraft braucht, die man danach erst mal wieder auftanken muss. Unendlich dankbar war ich dafür, dass ich meine eigene kleine Hütte und dort wenn ich wollte absolute Ruhe hatte. 

Unsicherheit und Neugierde halten sich in etwa die Waage. Ich will ja lernen, ich will mich ja weiterentwickeln - und das hilft, meine Ängste zu überwinden, jedenfalls so lange ich auch auf mich selber Acht gebe und mir Pausen zugestehe. Mein wichtigstes Motto für die Zeit: "learn to rest - not to quit". 

Es hat verdammt viel Freude gemacht, auf diese Art in eine andere Sprache einzutauchen. Schon lange war das ein großer Wunsch von mir gewesen. Die Erfahrung in Fat Hen hat mir aber auch gezeigt, wie elementar es ist, bei Wildpflanzen und Pilzen die lateinischen Begriffe zu beherrschen. Eindeutige Identifikation ist in der Wilden Küche unerlässlich - eindeutige Benennung ist jedoch nur mit den lateinischen Begriffen möglich, weil es an Trivialnamen viele gibt, die sich auch noch von Region zu Region und von Land zu Land unterscheiden. Was in England so oder so heißt, kann in Kanada etwas völlig anderes sein. Gleich mehrmals kam ich mit den englischen Begriffen, die ich gelernt hatte, nicht weiter beziehungsweise stellte sich bei genauerer Betrachtung heraus, dass eigentlich etwas anderes gemeint ist. 

Ein großer Gewinn - vielleicht sogar der größte - der Reise ist definitiv der, dass ich mit viel Lust und Motivation für die Wilde Küche und Selbstversorgung nach England gereist bin - und mit noch mehr davon zurück kam! 

Ich habe meine zeitliche Freiheit wieder neu schätzen gelernt - und es tatsächlich geschafft, Zeit am Schreibtisch deutlich zu verringern und dafür im Garten, auf den Wiesen, im Wald und in der Küche zu investieren. Allein dafür hat sich das ganze schon gelohnt! 

Es war eine gute, eine sinnvolle und eine nützliche Reise. Ich habe viel gelernt - wenn es auch zum Teil andere Dinge waren als erwartet. Aber so ist es nun mal mit den Reisen. Und - ganz ehrlich: das macht ihren Reiz doch irgendwo auch aus

04.11.2018
Nadine