Fails: Dumm gelaufen (1)

Fehler 1 bis 4

Das Internet glänzt von Erfolgsgeschichten und tollen Projekten, die einem manchmal das Gefühl geben, dass bei anderen die Dinge immer glatt laufen – und bei mir? Da geht immer so viel schief... Wir wollen ehrlich sein und teilen, was bei uns daneben geht...

1. Die nassen Bohnen

Im vergangenen Sommer haben wir erste Experimente mit unserem Solar-Dörr-Schrank gemacht. Unter anderem haben wir versucht, Buschbohnen zu trocknen: Putzen, in kurze Stücke schneiden, ein paar Minuten kochen, damit sie ihre Giftigkeit verlieren. Es waren schön sonnige Tage. Am zweiten Tag  sahen sie schon recht weit getrocknet aus. Einen Tag sollten sie aber noch schwitzen...

Dann gab es in der Nacht einen Regenschauer. Am nächsten morgen, der Schrank hatte bereits wieder eine gute Temperatur erreicht, kam mir bei Öffnen des Schrankes ein ekelhaft säuerlicher Geruch entgegen: Die halb trockenen Bohnen hatten über Nacht Wasser gezogen und waren dann in der feuchten Wärme einfach vergammelt.

In Zukunft werde ich das Dörrgut nachts oder bei Regenschauern immer rein holen.

2. Das kalte Winterbeet

Wir haben schon länger ein Beet, das man mit einer Gitter-Folie abdecken kann. Dort wird es dann gerne mal ordentlich warm. Für den vergangenen Winter wollten wir etwas, das auch ein kleines bisschen Wintersonne in Wärme im Beet umwandelt. Die Idee war, ein isolierendes Material zu verwenden. Dabei sind wir auf sogenannte Stegplatten gestoßen, die z.B. für Carports aber auch in Gewächshäusern verbaut werden.

Aus diesen Platten haben wir ein Dach für ein Beet gebaut. Recht bald zeigte sich aber: es wird nicht wirklich warm da drin. Wohingegen das andere Beet mit der dünnen Folie sich ordentlich aufheizte. 

Meine Vermutungen:

  1. In den Hohlräumen und auf der Unterseite der Stegplatte haben sich schnell Wassentröpfchen niedergeschlagen. Die haben das Sonnenlicht nicht mehr richtig durchgelassen.
  2. Wäre die Steigung des Daches steiler gewesen, wären die Tropfen vielleicht abgeflossen.
  3. Im Nachhinein betrachtet hätte man vielleicht die offenen Ränder der Stegplatten verschließen sollen. Denn nur ein Lufteinschluss isoliert.
  4. Eventuell gab es auch zu viel Zugluft, die unter dem Dach vielleicht doch entstandene Wärme wieder hinausgepustet hat.

3. Der nicht so ewige Kohl

Eines vorweg: der ewige Kohl draußen im Garten hat den Winter problemlos überstanden.

Wir hatten aber auch einige Ableger hergestellt und diese mit in die Wohnung genommen, um sie, sobald sie gewurzelt hätten, an andere weiter zu geben. Kaum in der Wohnung, schon wurden einige Stecklinge von Läusen befallen – woher kamen die plötzlich? Trotz aller Versuche, sie zu retten, ist eine Pflanze nach der anderen eingegangen; mache schon bevor sie überhaupt ernsthaft wurzeln konnten.

Ein Pflänzchen hat es allerdings gesund und munter in das neue Jahr geschafft... ja bis vor zwei Wochen leider auch dieses befallen wurde und kurze Zeit später einging.

Ableger werden von Läusen befallen und Sämlinge von kleinen Fliegenlarven (Trauerfliege?) verstümmelt. Wir hatten bisher einfach keinen Erfolg dabei, Pflänzchen in der Wohnung auf der Fensterbank vorzuziehen. 

4. Die verschwundenen Knollen

Der Topinambur hat wunderbar geblüht über den Sommer. Und dann das: kaum eine Knolle mehr im Beet! Weil das so bitter war, haben wir ihm einen eigenen Beitrag gewidmet.

Und nicht nur unseren Topinambur hat es im letzten Jahr erwischt. Auch einige der größten Kartoffeln waren fast ganz aufgefressen... Die Konkurrenz schläft nicht...

12.03.2018
Stefan